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  1. Hanspeter Marti und Karin Marti-Weissenbach: Rhetorik- und Poetikunterricht im 18. Jahrhundert an der Universität Basel.

    Quellengrundlage für dieses universitätsgeschichtliche Vorhaben sind die im 18. Jahrhundert an der Universität Basel zu Rhetorik und Poetik verteidigten Dissertationen. Sie waren noch nie Gegenstand einer ausführlichen wissenschaftlichen Untersuchung. Nachdem die Erforschung universitären Kleinschrifttums in Deutschland schon seit einiger Zeit auf Interesse stösst, wird nun auch die Geschichte des Disputationswesens im Hinblick auf Schweizer Hohe Schulen erforscht. Von den etwa 70 einschlägigen Basler Dissertationen wird eine Auswahl interpretiert und historischen Kontexten zugeordnet.

    Das von der Arbeitsstelle für kulturwissenschaftliche Forschungen inaugurierte Projekt besteht aus zwei Publikationsreihen:

    1. aus Aufsätzen, die anhand geeigneter Beispiele Einblick in die Entstehungszusammenhänge und Einflüsse des Basler Rhetorikunterrichts gewähren und gleichzeitig Vorarbeiten zu einer Geschichte der philosophischen Fakultät der Universität Basel im 18. Jahrhundert darstellen;
    2. aus Einzelartikeln, die in lexikalischer Form die einschlägigen Thesenschriften vorstellen und zunächst hier, auf dieser Website, fortlaufend öffentlich zugänglich gemacht werden. Diese Einträge nehmen die Artikel zum Vorbild, die im Rahmen eines Projekts der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) an der Universität Frankfurt.a.M. unter der Leitung von Professor Robert Seidel unter Mitarbeit von Hanspeter Marti, Engi, und Reimund Sdzuj, Greifswald, verfasst wurden und die unter dem Titel Rhetorik, Poetik und Ästhetik im Bildungssystem des Alten Reiches. Wissenschaftshistorische Erschließung ausgewählter Dissertationen von Universitäten und Gymnasien 1500-1800 (Köln, Weimar, Wien 2017) publiziert sind.

    Die Einträge zu den einzelnen Dissertationen weisen folgende Struktur auf: Kurztitel, Faksimile des Titelblatts, benutztes Exemplar (Signatur), weitere Exemplare und spätere Ausgaben, bio-bibliographische Informationen zu Präses und Respondent(en), Entstehungskontext, Aufbau der Dissertation, Argumentationsgang und Nachwirkungen, Bibliographie (Kurztitel) der wichtigsten in der Dissertation erwähnten Referenztexte. Die bibliographischen Angaben in den biographischen Teilen sind in sehr verkürzter Form wiedergegeben. Spätere Verzeichnisse werden die Inhalte dieses im Aufbau befindlichen Werks im Detail erschliessen.

    Qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind willkommen.

  2. Passavant, Franz (Präses), Raillard Lukas (Respondent):
    Dissertatio rhetorica de oratore forensi sive advocato perfecto ejusque requisitis. Basel 1741.
  3. Thurneysen, Johann Rudolf (Präses), Ortmann, Andreas (Respondent):
    Specimen rhetoricum de diversis dicendi generibus. Basel 1741.
  4. Respinger, Johann Heinrich (Präses), Ortmann Andreas (Respondent):
    Specimen philosophicum de eloquentia oratoria. Basel 1741.
  5. Zwinger, Friedrich (Präses), Battier, Reinhard (Respondent):
    Lucubratio rhetorica. Basel 1741.
  6. Stupan, Johann Rudolf (Präses), Battier, Reinhard (Respondent):
    Theses philosophicae de sublimi dicendi genere. Basel 1741.
  7. Birr, Anton (Präses), Iselin, Isaak (Respondent):
    Animadversionum Horatianarum specimen sistens Q. Horatii Flacci carminum libri II. oden II. illustratam et emendatam. Basel 1743.
  8. Thurneysen, Johann Rudolf (Präses), David, Johann Heinrich (Respondent):
    Theses oratoriae. Basel 1743.
  9. Respinger, Johann Heinrich (Präses), Falckner, Johann Heinrich (Respondent):
    Positiones oratoriae de requisitis oratoris. Basel 1743.