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Die baltischen Staaten im Schnittpunkt der Entwicklungen. Vergangenheit und Gegenwart

 
 


Bd. 4: Die baltischen Staaten im Schnittpunkt der Entwicklungen. Vergangenheit und Gegenwart, hg. von Carsten Goehrke und Jürgen von Ungern-Sternberg, Basel (Schwabe) 2002, 196 Seiten, 2 Abbildungen und 7 Graphiken. Broschiert. Fr. 32.- / EUR 22.50. ISBN 3-7965-1937-7
Mit Beiträgen von Peter Bernholz, Seraina Gilly, Carsten Goehrke, Peeter Järvelaid, Ceslovas Laurinavicius, Aleksander Loit, Inge Lukšaite, Ilgvars Misãns, Rudolf Mumenthaler, Alvydas Nikžentaitis, Christoph Schmidt, Jürgen von Ungern-Sternberg

Die drei baltischen Republiken Estland, Lettland und Litauen können auf nicht einmal ein Jahrhundert staatlicher Unabhängigkeit zurückblicken, und auch dieser Zeitraum ist durch den Zweiten Weltkrieg und die Zugehörigkeit zur Sowjetunion nochmals drastisch verkürzt worden. Die Geschichte der drei Länder reicht indes zurück bis ins hohe Mittelalter, bis in die Zeit, als die östliche Ostseeküste etwa gleichzeitig in den Gesichtskreis der skandinavischen Mächte Dänemark und Schweden sowie Deutschlands und Russlands trat. Seither ist diese Geschichte stets von dem Zusammenspiel einheimischer Kräfte mit den bereichernden und bedrohlichen Einwirkungen von aussen geprägt gewesen, selten zu autonomer Entwicklung imstande und doch eine beachtliche Eigenart entwickelnd. Das ist das Erbe, das die drei Länder mitbringen, die sich anschicken, in die Europäische Union einzutreten. Die Schweizerische Eidgenossenschaft hat die Entstehung der drei baltischen Staaten nach dem Ersten Weltkrieg sogleich begrüsst, sah man in ihnen doch schon von der Grösse her „Schwesterrepubliken“. Der vorliegende Band vereint Referate, die 2001 im Rahmen einer Tagung in Augst gehalten worden sind. Sie bieten einen umfassenden Überblick über verschiedene Epochen, deren historische Bedeutung und zukunftsgestaltende Nachwirkungen für das Baltikum.