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Early Modern Disputations and Dissertations in an Interdisciplinary and European Context

Early Modern Disputations and Dissertations in an Interdisciplinary and European Context

Hg. von Meelis Friedenthal, Hanspeter Marti und Robert Seidel. Leiden, Boston: Brill 2021 (= Intersections: Interdisciplinary Studies in Early Modern Culture, Bd. 71), 908 Seiten; ISBN 978-90-04-43619-0 (hardback), 978-90-04-43620-6 (e-book).

Mit Beiträgen von Johanna Akujärvi, Tommi Alho, Sibylle Appuhn-Radtke, Alberto Bardi, Daria Barow-Vassilevitch, William M. Barton, Jan-Hendryk de Boer, Laurence Brockliss, Donald Felipe, Gábor Förköli, Joseph S. Freedman, Meelis Friedenthal, Reinhold F. Glei, Stephanie Hellekamps, Andreas Hellerstedt, Axel Hörstedt, Sari Kivistö, Tua Korhonen, Annamaria Lesigang-Bruckmüller, Urs B. Leu, Bo Lindberg, Véronique Meyer, Hans-Ulrich Musolff, Lucy Rachel Nicholas, Pietro Daniel Omodeo, Janika Päll, Kaarina Rein, Bernd Roling, Sabine Schlegelmilch, Ulrich Schlegelmilch, Peter Sjökvist, Arvo Tering, Raf Van Rooy, Isabella Walser-Bürgler.

Vom 16. bis zum Ende des 18. Jahrhunderts und teilweise darüber hinaus bildeten Disputationsschriften den grössten Teil der Druckproduktion von Universitäten und Hohen Schulen. Die Erforschung dieser Textgattung ist besonders attraktiv, weil sie sich mit allen Bereichen frühneuzeitlicher Gelehrtentätigkeit beschäftigt und Karrieremuster einer gesellschaftlichen Elite widerspiegelt. Hier finden die Entwicklung neuer philosophischer Methoden, die Ausbildung und der gelehrte Austausch in persönlichen Netzwerken sowie die Rezeption gelehrten Wissens aller Disziplinen ihren Niederschlag. Bis vor kurzem fand die Hochschuldissertation als international relevantes Thema in Forscherkreisen zu wenig Beachtung. Dieser Band bietet zum ersten Mal einen Vergleiche ermöglichenden Einblick in die frühneuzeitliche europäische Disputationskultur, sei es auf allgemein wissenstheoretischer und -geschichtlicher Basis, sei es durch Fallbeispiele, in denen Dissertationsformen verschiedener europäischer Regionen vorgestellt werden. Ein Standardwerk, an dem 36 Forschende mitgewirkt haben und das zur Fortsetzung disputationsgeschichtlicher Studien und zur weiteren Schliessung von Forschungslücken anregt. Die Arbeitsstelle für kulturwissenschaftliche Forschungen sieht sich mit diesem Band eng verbunden, der ihre jahrzehntelangen Bemühungen um die Erforschung des frühneuzeitlichen Disputationswesens in geglückter Weise bestätigt.

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